Brauchen Hausbesitzer*innen eine Erdbebenversicherung?

vor 11 Monaten

Auch wenn grobe Erschütterungen des Bodens hierzulande nicht an der Tagesordnung sind, besteht die Möglichkeit, dass sie Schäden an Liegenschaften hinterlassen.

Brauchen Hausbesitzer*innen eine Erdbebenversicherung?
In Basel kennt sie jedes Kind, die Geschichte des Erdbebens von 1356 und seinen verheerenden Folgen. Doch wie reell ist die Gefahr einer Wiederholung dieses Ereignisses in der heutigen Zeit? Wissenschaftliche Studien der ETH Zürich zeigen, dass das Erdbebenrisiko hierzulande höher ist, als viele vermuten (mehr dazu). Das kann Hausbesitzer*innen teuer zu stehen kommen. Für Privatpersonen, deren Objekt mit einer hohen Hypothek belastet ist, kann das Ganze sogar existenzgefährdend sein. Denn auch wenn das Haus plötzlich unbewohnbar sein sollte, müssen Zinsen und Amortisationsbeträge weiterhin bezahlt werden.

In den Kantonen Basel-Stadt und Baselland ist ein Teil dieses Risikos zwar über die Gebäudeversicherung abgedeckt. Diese ist nämlich dem Schweizerischen Pool für Erdbebendeckung angeschlossen. Bei einem Erdbeben, welches die Stärke VII und mehr auf der Europäischen Makroseismischen Skala erreicht, leistet dieser freiwillige Zahlungen. Aber Achtung: Die maximal verfügbare Summe ist pro Kalenderjahr auf zwei Erdbebenereignisse à je 2 Mrd. CHF limitiert. Und der Selbstbehalt beträgt pro Ereignis und Gebäude 10 % des Versicherungswertes, mindestens jedoch 50'000 CHF. 

Falls Sie als Hausbesitzer*in also auf Nummer sicher gehen wollen, empfiehlt es sich deshalb, die Problematik mit Ihrer privaten Versicherung anzusprechen. Zudem bieten auch Banken beim Abschluss einer Hypothek immer häufiger Erdbebenversicherungen an. Unabhängig davon sollte man auch prüfen, wie erdbebensicher das betreffende Objekt ist. Oftmals lässt sich der Schutz nämlich mittels einfacher baulicher Massnahmen bereits erheblich verbessern.

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